Arbeitswelt - für Unternehmer & ArbeitnehmerLesezeit 1-2 Minuten

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten misstrauen ihrem Arbeitgeber und ihren Vorgesetzten. Dies hat enorme Auswirkungen auf den UnternehmensERFOLG.

Wie eine weltweite Umfrage von Ernst & Young unter knapp 10.000 Beschäftigten ergab, haben 54% der Beschäftigten kein großes Vertrauen in die eigene Firma. Bei 51% der Beschäftigten fehlt zudem auch das Vertrauen in den direkten Vorgesetzten. Dabei ist aber gerade das Vertrauen der Mitarbeiter ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens.

  • 42 % der Befragten denken an einen Jobwechsel (die junge Generation zögert noch weniger, sich nach einem neuen Job umzuschauen)
  • 30 % verrichten nur noch „Dienst nach Vorschrift”
  • 28 % geben zu, weniger engagiert und produktiv zu sein
  • 25 % sprechen negativ über das Unternehmen

In Zeiten, denen immer mehr Unternehmer um die besten Mitarbeiter zu kämpfen beginnen, kommt der Außendarstellung der Unternehmen eine besonders wichtige Rolle zu. Denn, egal welche Technologien in Zukunft noch kommen mögen: Kreativität und Ideenreichtum kann nur der Mensch mitbringen. Keine Maschine der Welt wird „Herzblut“ für Ihre Vision haben.

Daher sind Unternehmen schon heute gut beraten, wenn sie ihren Betrieb als attraktiven Arbeitgeber darstellen. Es geht darum, sich am Arbeitsmarkt positiv von den Mitbewerbern abzuheben, um das Rennen um die besten Mitarbeiter zu gewinnen.

Ganz wichtig ist dabei, dass man nicht nur kommuniziert, welch ein toller Arbeitgeber man ist. Man muss tatsächlich und real etwas für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, um die kreativsten, fähigsten und motiviertesten Kräfte bündeln zu können.

 

Wie werden Sie als Vorgesetzter bzw. Ihr Unternehmen attraktiv?

  • Halten Sie Zusagen und Versprechungen. Glaubwürdigkeit ist für 67% der Beschäftigten sehr wichtig.
  • Arbeitsplatzsicherheit ist für 65% der Beschäftigten sehr wichtig.
  • Eine gerechte Bezahlung (mit 63% ist das Thema Geld erst auf Platz drei zu finden).
  • Gegenseitiger Respekt, Chancengleichheit und Fairness (wenn sich Menschen unfair behandelt fühlen empfinden sie Ärger und Schmerz. Ist das Gefühl der Unfairness groß genug, dann sind sehr viele Menschen nur noch darauf fokussiert, dem Überbringer der Unfairness möglichst zu schaden – auch wenn sie sich dabei selbst schaden).
  • Die Geschäftspraktiken der Führungskräfte müssen ehrlich und ethisch sein.

Die Umfrage zeigt überdies noch eine weitere, beunruhigende Entwicklung: 34% der Beschäftigten glauben nicht mehr daran, dass Fleiß und das Erreichen der vorgegebenen Ziele eine Gehaltserhöhung oder Beförderung bringen.

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